Geothermie

Die Geothermie (Erdwärme) ist die im Erdinneren gespeicherte Wärme- energie. Diese zu den regenerativen Energien zählende, nahezu unerschöpfliche Energiequelle kann durch unterschiedliche technische Verfahren gewonnen und verschiedenartig genutzt werden.

Die Nutzung von Erdwärme in Tiefen bis etwa 400 m ist durch Verfahren der oberflächennahen Geothermie (größtenteils mittels Wärmepumpen) möglich. In tiefer gelegenderen Erdschichten kommen Verfahren der Tiefengeo- thermie zum Einsatz, die entweder das in Tiefen bis 4.000 m vorfindbare heiße Wasser oder die in vulkanischen und kristallinen Gesteinsschichten in 4.000 bis 5.000 m Tiefe gespeicherte Wärmeenergie nutzen (z.B. das Hot-Dry-Rock (HDR)-Verfahren oder hydrothermale Verfahren).

Die je nach Art des geothermischen Verfahrens gewonnene Wärmeenergie kann zum einen direkt genutzt werden (z.B. zum Heizen und Kühlen von Gebäuden und zur Warmwasserversorgung), zum anderen kann sie indirekt der Stromerzeugung dienen.

Experten schätzen, dass allein der täglich aus dem Erdinneren aufsteigende Wärmestrom, der durch die Erdoberfläche in die Atmosphäre gelangt und ungenutzt in den Weltraum abgestrahlt wird, den weltweiten Energiebedarf um das 2,5-fache übertrifft.

Die Bundesregierung fördert geothermische Anlagen zur Stromerzeugung mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Anlagen zur Wärme- erzeugung mit dem Marktanreizprogramm. Nähere Informationen zu den Förderungen erhalten Sie über die entsprechenden Links im Bereich „Erneuerbare Energien".